Sprache als Integrationsfaktor

März 13, 2010

Liebe geht durch den Magen, Integration geht durch Sprache. Deutschland ist ein Einwandererland, auch in der öffentlichen Diskussion kommt diese Erkenntnis langsam aber sicher an. Leider kommt diese Erkenntnis etwas spät an, schon viel früher hätte man auf die Entwicklung aufmerksam werden müssen, denn Deutschland war und ist zwar Einwandererland, aber verhält sich nicht wie eines. Viel zu lange hat man die Augen davor verschlossen und es daher verpasst integrative Maßnahmen zu ergreifen.

Jahrzehntelang hat man Ausländer ins Land gelassen und während die erste Generation der Gastarbeiter und deren Kinder und Kindeskinder zu großen Teilen perfekt integriert sind, ist dies bei Einwanderern „jüngeren Datums” oft nicht der Fall. Stattdessen bilden sich in großen Städten oft Parallelgesellschaften und das Erlernen der deutschen Sprache wird nicht vorgenommen.

Zum Teil wird die Politik dafür verantwortlich gemacht, da diese eben Deutschland nicht als Einwandererland angesehen hat und deshalb wichtige und nötige Entscheidungen bei der nicht getroffen hat. Gerade bei der Sprachförderung tut sich erst in den letzten Jahren etwas. Zudem wurden die Hürden für eine Einbürgerung höher gesetzt, was zur Folge hatte, dass die Zahl der Einbürgerungen seit 2007 gesunken sind.

Dennoch hält die Integrationsbeauftragte Maria Böhmer an dem neuen Sprachtest zu Einbürgerung fest, denn ihrer Ansicht nach ist eine erfolgreiche Integration nur durch das Beherrschen der Sprache gegeben. Auch die Statistik hat sie auf ihrer Seite, denn ein Großteil der Geringverdienenden bzw. Sozialleistungsbezieher sind Menschen mit Migrationshintergrund. Und um diese Zahlen zu senken muss die Integration durch Sprache verbessert werden, damit diese Menschen qualifizierter Arbeit nachgehen können.

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