Entwicklung von Kindern mit Migrationshintergrund in der Schule

April 27, 2010

Die PISA-Studie ist zwar nicht über jeden Zweifel erhaben und mit Sicherheit auch nicht bis zur Perfektion konzipiert, aber es lassen sich doch einige bedenkliche Entwicklungen in den Schulsystemen ablesen. Doch die Studie kann auch noch mehr zutage fördern, als nur die „Gesamtleistung” der Bildungseinrichtungen eines Landes. Denn die Statistiken bieten auch Einblicke auf einzelene Bevölkerungsgruppen der Staaten und eignen sich trotz der Makel dazu, bestimmte Missstände zu erkennen, um diese zu beheben.

So konnte aus der Studie im Jahr 2007 als alarmierendes Zeichen analysiert werden, dass Kinder mit Migrationshintergrund in der Schule schon sehr schnell abgehängt werden und teilweise bis zu zwei Jahre in der schulischen Entwicklung zurückliegen. Dabei gibt es allerdings starke Unterschiede, so schneidet die zweite Generation von Migranten nicht grundsätzlich schwächer ab alks die erste Generation, wie die PISA-Studie es aussagt.

Stattdessen gehen immer mehr Schulabgänger mit Fachhochschulreife auch anschließend studieren, jedoch werden diese Zahlen korrumpiert durch die Jugendlichen, die einen niedrigeren oder keinen Schulabschluss erreichen. Und die Zahl der Schulabbrecher ist bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund erschreckend hoch, so brach 2006 jeder fünfte Ausländer die Schule ab und von den 20 – 29jährigen konnten 41 Prozent keine abgeschlossene Schulausbildung aufweisen.

Diese Zahlen sind definitiv zu hoch und deshalb muss dringend daran gearbeitet werden, dass Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund schnell integriert werden, damit die soziale Kluft sich nicht noch weiter vergrößert. Denn auch die Nachschulungsqualifikation der Bundesagentur für Arbeit werden von Jugendlichen mit Migrationshintergrund selten erfolgreich absolviert, so dass diese nur für Hilfstätigkeiten infrage kommen, mit denen sich kaum der Lebensunterhalt bestreiten lässt.

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