Hausaufgabenbetreuung für besseres Lernen
9 Sep 2010Bei den Hausaufgaben an deutschen Schulen zeichnet sich zwar kein düsteres Untergangsbild, aber es ist keine Seltenheit, dass Schüler ihre Hausaufgaben nicht machen. Das muss nicht einmal aus einer Null-Bock- oder Protesthaltung heraus entstehen, sondern dass die Kinder mit den Hausaufgaben in der Regel allein gelassen werden. Und gerade schwächere Schüler, welche im Unterricht schon nicht so gut mit dem Stoff klar kommen, werden durch die Hausaufgaben nicht – wie eigentlich gedacht – im Lernen bestärkt, sondern noch mehr verunsichert.
Das Problem ist dann, dass Sie zuhause oft alleine mit diesen Aufgaben sind und aus dem Familienkreis keine Hilfe möglich ist, weil die Eltern damals andere Methoden in der Schule beigebracht bekommen haben oder es selber nicht können, weil es mit ihrem Berufsalltag nicht zusammenhängt. Manchmal fehlt auch schlicht und ergreifend die Zeit, um sorgsam mit den Kindern die Aufgaben durchzugehen. Hier wäre es besser, wenn es schon Hilfe in der Schule gäbe, in Form einer Hausaufgabenbetreuung, die sicherstellt, dass die Schüler mit den Hausaufgaben nicht alleine gelassen werden.
Das Problem ist es dann eher, vernünftiges Fachpersonal für diese Betreuung zu bekommen. Denn wenn einfach nur eine Aufsicht vorne sitzt, können die Kinder die Hausaufgaben auch zuhause machen. 2009 gab es in NRW eine Initiative der FDP, die Ergänzungsstunden dahingehend einzusetzen, dass Schüler nach Fächern sortiert von Fachpersonal bei den Hausaufgaben betreut wird. Jedoch scheiterte diese Initiative, weil es schulpolitisch nicht möglich ist, die Stunden so zu benutzen, da durch das verkürzte Abitur ohne die Ergänzungsstunden der Stoff nicht durchgenommen werden kann.
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