Die Energiewende in Europa

11 Jan 2012

Was bedeutet die Energiewende in Europa? Es geht darum, die Umwelt zu schonen und die vorhandenen Ressourcen sparsam einzusetzen, denn die Vorräte an fossilen Brennstoffen gehen immer weiter zurück. Daher sollen bis zum Jahre 2050 innerhalb der EU ungefähr 80 Prozent des Elektrizitätsbedarfs durch erneuerbare Energien gedeckt werden. Damit dies möglich ist, müssen künftig innerhalb der EU mehrere Billionen Euro in Kraftwerke, Netze und Speicher investiert werden.

Der Ausbau der erneuerbaren Energien

Für den Stromwechsel hin zu erneuerbaren Energien ist der Netzausbau ein brisantes Thema. Die Bundesnetzagentur gab dazu eine Rendite von 9,05 Prozent bekannt. Sie liegt unter dem bisherigen Satz, fällt jedoch höher aus, als die Netzbetreiber bislang befürchtet hatten. Nicht nur in Deutschland geht es um die Rahmenbedingungen zum Ausbau der erneuerbaren Energien, denn die britische Regierung arbeitet ebenfalls daran. Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien soll in Großbritannien mit einem Fördermechanismus gesteuert werden. Die Preisentwicklung bei Rohstoffen, das Börsenbarometer und die Ökostrompreise spielen dabei eine Rolle.

Arten der erneuerbaren Energien

Bioenergie wird in zentralen Biogasanlagen erzeugt. Der deutsche Bundestag beschloss dazu das Kreislaufwirtschaftsgesetz. Biomasseheizkraftwerke sollen verstärkt errichtet werden, doch könnten einige Projekte gefährdet sein, da nicht alle Anforderungen aus dem Erneuerbare Energien Gesetz umsetzbar sind. Es geht um die Verwendung von Gülle und Altholz neben anderen Energieträgern wie Getreide oder Ölsaaten. Für die Nutzung von Solarenergie hat die Bundesnetzagentur jetzt den Vergütungssatz für das Jahr 2012 für den Neubau von Photovoltaikanlagen mitgeteilt. Die Vergütung für neue Photovoltaikanlagen sinkt ab Januar 2012 um 15 Prozent, da die Nachfrage nach Solarenergie zurückgegangen ist. Für Unternehmen, die mit der Herstellung von Solarzellen beschäftigt sind, könnte diese Entwicklung künftig drastische Einschnitte zur Folge haben.

In Deutschland ist bei der Nachfrage nach Windenergie ein Stillstand zu verzeichnen. Unterdessen konnte der Markt der Windenergie im letzten Jahr eine Belebung erfahren. Vestas, der Weltmarktführer von Windkraftanlagen, hat seine Prognose bereits deutlich heruntergeschraubt. Wasserkraft und Geothermie werden noch verhältnismäßig wenig genutzt. In Österreich konnte allerdings ein verbessertes Ergebnis bei der Nutzung verzeichnet werden. Im Gebiet um Ried in Oberösterreich wurden inzwischen Erschließungsbohrungen für ein Geothermie-Projekt vorgenommen. Die ersten Kundenanlagen sollen bereits im Herbst 2012 mit erneuerbarer Wärme versorgt werden.

Bild: panthermedia.net Fesus Robert

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