Europa: Atomausstieg ja oder nein?

28 Mai 2012
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Kommt der europaweite Atomausstieg?

Nach dem Atomstörfall im japanischen Fukushima im März 2011 fördern einige europäische Länder den Atomausstieg. Der Wirtschaftsminister Österreichs, Reinhold Mitterlehner, verlangte sogar, über einen europaweiten Atomausstieg zu diskutieren. Gegen derartige Diskussionen wehren sich Deutschland und Frankreich. Neben Österreich sind Luxemburg, Griechenland, Irland und Dänemark für einen europaweiten Ausstieg aus der Atomenergie. Vor allem in Deutschland und Frankreich, doch auch in vielen anderen Ländern stoßen diese Länder auf Widerstand.

Wie ein Ausstieg möglich ist

Mitterlehner spricht sich nicht nur für einen Ausstieg aus der Kernenergie aus, denn weiterhin ist er für eine Diskussion über die zukünftige Energiepolitik in Europa. Er hält einen Atomausstieg bereits in den nächsten Jahren für möglich. Während Sie jetzt noch weniger bei der Abrechnung der Stromkosten bezahlen müssen, könnte der Atomausstieg zu einem Anstieg der Strompreise führen. Glauben Sie, dass Sie bei Ihrem Stromanbieter zu viel bezahlen müssen, klicken Sie hier für Informationen zum Stromtarif.

Mitterlehner ist dafür, das durch den Atomstörfall in Japan entstandene Zeitfenster auszunutzen, um über den Atomausstieg nachzudenken. Wie er sagt, schließt sich das Zeitfenster bereits nach kurzer Zeit wieder.

Allerdings hat Österreich nur wenige Chancen, sein Anliegen durchzusetzen, denn bereits zum Beginn des Treffens legten Deutschland und Frankreich dar, dass für eine solche Diskussion keine Notwendigkeit besteht. Als die Diskussion stattfinden sollte, war der Atomunfall in Japan noch nicht einmal analysiert. Der damalige Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle erteilte der Diskussion eine Absage, denn er setzt auf die Energiesicherheit.

Brüderle setzt auf Ausbau des Stromnetzes

Die erneuerbaren Energien

  • Solarenergie
  • Windkraft
  • Wasserkraft
  • Biomasse

Atomkraftwerkund deren wachsende Bedeutung waren für den früheren Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle ein Grund, sich für einen schnellen Ausbau des Stromnetzes in Europa auszusprechen. In Deutschland fehlen ungefähr 3.500 Kilometer am Stromnetz. Sollen die erneuerbaren Energien noch schneller zum Einsatz kommen, werden weitere Netze benötigt. Brüderle sprach sich für eine Stärkung der Kompetenzen des Bundes aus. Er sprach sich dafür aus, den aufgrund der Länder bestehenden Flickenteppich in Deutschland und in Europa zu reduzieren. Wie Brüderle sagte, müssten für Europa einheitliche Bedingungen gelten.

In Deutschland wurden bereits einige veraltete Atomkraftwerke abgeschaltet, doch sind noch Atomkraftwerke in verschiedenen Regionen Deutschlands am Netz.

Bild: panthermedia.net Erwin Wodicka

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